Spuren zum Selbst

Stefan Proeller

66 Oswald Burgers Meinung zu Stoppschildern: Entweder eine Alternative suchen oder das Stoppschild ignorieren.

Nur erwischen lassen sollst Du Dich nicht.

22.10.2026 12 min

Zusammenfassung & Show Notes

Oswald Burger, ein pensionierter Lehrer und Politiker aus Überlingen, spricht über Stoppschilder und Grenzen im Alltag. Er beschreibt sich als vielseitig interessiert und engagiert, besonders beim Lesen, bei Theater- und Kulturveranstaltungen sowie bei historischen Forschungen. Weil daraus immer neue Interessen entstehen, müsse er seine Aktivitäten selbst begrenzen und koordinieren.
Burger erzählt, dass er sich gelegentlich zu viel vornehme. Wenn mehrere Verpflichtungen gleichzeitig anstehen, signalisiere ihm seine nächtliche Beschäftigung mit den Aufgaben, dass etwas wegfallen müsse. Er könne dann absagen oder Vorhaben verschieben. Um Überlastung vorzubeugen, plane er seine Zeit sorgfältig und behalte Termine auch langfristig im Blick.
Bei dringenden Situationen, etwa nach einem Todesfall, könne es nötig sein, andere Aufgaben zurückzustellen und Prioritäten neu zu ordnen. Zugleich müsse er berücksichtigen, welche Folgen seine Entscheidungen für Familie, Freunde und Gruppen hätten, an denen er beteiligt sei. Manchmal sage er eine übernommene Verpflichtung ab, wenn er sie menschlich nicht bewältigen könne.
Menschen, die an einem Hindernis nicht weiterkommen, rät Burger, nicht sofort aufzugeben: Sie könnten einen Schritt zurückgehen und nach einem anderen Weg zum Ziel suchen. Ein Umweg könne neue Erfahrungen ermöglichen. Zugleich gebe es Vorhaben, die tatsächlich beendet oder aufgegeben werden müssten.
Als Schlussgedanken empfiehlt er, den Blick nicht ausschließlich auf das Stoppschild zu richten, sondern auch auf mögliche Wege dahinter. Sich auf das Hindernis zu fixieren, könne lähmen; stattdessen solle man prüfen, ob sich eine Alternative finden lässt.