Spuren zum Selbst

Stefan Proeller

56 Ordnung und Unordnung in Verbindung mit persönlichen Reflexionen aus der Homöopathie. Im Zentrum steht eine „atmende“ Ordnung als flexibles Gleichgewicht zwischen Chaos und Struktur, Festhalten und Loslassen.

13.08.2026 8 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Folge sprechen wir weiter über Ordnung und Unordnung und verbinden das mit Reflexion über das eigene Leben und mit Gedanken aus der Homöopathie. Wir greifen dabei auf Erfahrungen aus einem homöopathischen Studiengang in Heidelberg zurück und erinnern an einen Gast aus Buenos Aires, der die Einmittel-Homöopathie sehr konsequent vertreten hat.
Wir gehen auch auf Grundideen von Hahnemann ein, vor allem auf die Entstehung chronischer Krankheiten und auf die Vorstellung von krankmachenden Ursachen. Dazu erwähnen wir die Psora-Theorie und beschreiben, wie äußere Einflüsse sich im Körper zeigen und wieder auf Prozesse zurückwirken können.
Im Mittelpunkt steht dann das Verhältnis von Chaos und Ordnung. Wir sehen beide nicht als starre Gegensätze, sondern als Teil eines fortlaufenden Wechsels, vergleichbar mit Öffnen und Schließen oder Festhalten und Loslassen. Als Bild nutzen wir unter anderem die Austernschale: Leben entsteht für uns in einem rhythmischen Wechsel zwischen Kontakt mit der Umwelt und Rückzug.
Daraus leiten wir die Idee einer „atmenden“ Ordnung ab. Für uns ist ein guter Zustand nichts Statisches, sondern ein flexibles Gleichgewicht, das sich verändert, etwa wie ein Schreibtisch, der zeitweise mehr oder weniger geordnet ist. Wir sagen auch, dass es hilfreich sein kann, Phasen von Ordnung und Unordnung zuzulassen und zu beobachten, was das innerlich auslöst.