22 Was brauche ich wirklich wirklich, Was will ich wirklich Teil IV
In dieser Episode von „Spuren zum Selbst“ wird die Frage „Was will ich wirklich?“ vertieft. Es geht um die inneren Bedürfnisse hinter äußeren Wünschen, die Bedeutung von Selbstwahrnehmung und die Pflege der eigenen inneren Gärten für ein erfülltes Leben.
22.01.2026 12 min
Zusammenfassung & Show Notes
In der heutigen Folge des Podcasts „Spuren zum Selbst“ setze ich unsere tiefgehende Erkundung der Frage fort: „Was will ich wirklich?“ Diese Frage mag simpel erscheinen, doch sie führt uns in die vielschichtigen Ebenen unseres Innenlebens. Wir tauchen tiefer ein, um zu entdecken, was hinter dem steht, was wir zu wollen glauben. Oft verbergen sich hinter den äußeren Wünschen unsere versteckten Bedürfnisse. Dabei unterscheiden wir zwischen Wollen, das häufig nach außen gerichtet ist, und Brauchen, das in unser Inneres führt und oft mit grundlegenden, möglicherweise lange übersehenen Bedürfnissen verbunden ist. Wir reflektieren darüber, wie wichtig es ist, sich selbst wahrzunehmen und ehrlich zu sich selbst zu sein. Jeder Mensch hat Bedürfnisse, auch wenn sie verdrängt oder im Schatten unserer Prägungen und sozialen Erfahrungen verborgen sind. Daher fragen wir uns, ob wir überhaupt das Recht haben, Bedürfnisse zu empfinden. Ich bin überzeugt, dass wir alle Grundbedürfnisse nach Nähe, Austausch, Beziehungen, Ruhe und Sinn in uns tragen. Doch die Herausforderung liegt nicht nur darin, diese Bedürfnisse zu identifizieren, sondern auch zu verstehen, welche tieferliegenden Bedürfnisse sich darunter verbergen und wie wir ihnen Raum geben können. Mit dem Bild eines inneren Gartens veranschauliche ich unsere inneren Bedürfnisse. In diesem Garten wachsen verschiedene Pflanzen, die jeweils eine unterschiedliche Bedeutung für unser inners Leben haben. Einige Pflanzen haben wir bewusst gepflanzt, während andere einfach so gewachsen sind. Damit diese „Pflanzen“ – unsere Bedürfnisse – gedeihen können, müssen sie die richtigen Bedingungen erhalten: Licht, Wasser und Erde. Wenn wir unseren Bedürfnissen keinen Raum geben, sie nicht wahrnehmen oder nicht genug Licht und Pflege erhalten, können sie verwelken oder verdorren. Wir erkunden die Frage, ob wir äußeren Erfolg oder innere Stimmigkeit brauchen, ob wir Anerkennung oder Selbstannahme suchen und ob es Bedürfnisse in uns gibt, die lange Zeit nicht gesehen oder zugelassen wurden. Ein innerer Garten verlangt nach Pflege, nicht nach Perfektion. Es geht darum, hinzusehen, Raum zu schaffen und das zu erkennen, was uns wesentlich ist. Wir diskutieren, dass das Glück nicht als ein Ziel definiert werden sollte, sondern eher als eine Folge davon, dass unsere echten Bedürfnisse erfüllt werden. Der Moment, in dem wir beginnen, unsere Bedürfnisse ernst zu nehmen, könnte der Schlüssel zu unserem inneren Glück sein. In einer praktischen Übung lade ich die Zuhörer ein, ihre eigenen inneren Gärten zu erkunden. Ich stelle Fragen, die zum Nachdenken anregen: „Welche Pflanzen gibt es in deinem Garten? Welche erfordern mehr Aufmerksamkeit? Wo ist Licht notwendig?“ Es ist eine Einladung zur Selbstreflexion, die ohne Druck umgesetzt werden kann – ganz einfach als Möglichkeit, das eigene Innenleben zu entdecken und dem inneren Garten die Pflege zukommen zu lassen, die er benötigt. Ich schließe die Folge mit der Ermutigung, diese Erkenntnisse in den Alltag zu integrieren. Der innere Garten sollte nicht nur als Aufgabe, sondern als wertvolle Erinnerung an die Wichtigkeit der Selbstpflege und Selbstwahrnehmung betrachtet werden. Ich freue mich auf die nächste Episode und ermuntere die Zuhörer, ihre Eindrücke und Gedanken zu teilen.