Spuren zum Selbst

Stefan Proeller

20 Außen rauh innen weich, Was will ich wirklich Teil II, Lebensprioritäten und Wachstum

08.01.2026 12 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Episode des Podcasts "Spuren zum Selbst" greife ich nochmals die Frage auf, was ich wirklich, wirklich, wirklich will. Diese Frage zu erforschen, bildet das Fundament meiner Gedanken und meiner persönlichen Reise. Ich beginne mit einem Bild, das mir besonders am Herzen liegt – die Austernschale. Diese Metapher ist nicht nur zentral in der Homöopathie, sondern trägt auch eine tiefere symbolische Bedeutung für meine Biografie. Als homöopathischer Arzt habe ich viele Jahre in die Erforschung und das Verständnis dieser Materie investiert, und die Austernschale steht exemplarisch für die Komplexität und Mehrdimensionalität unserer Entscheidungen im Leben. In vergangenen Episoden habe ich bereits die Zwiebelschalen thematisiert, die das Offensichtliche symbolisieren, welches wir zunächst wahrnehmen, wenn wir über uns selbst nachdenken. Doch wie ich betone, liegt das Tiefe oft hinter der Oberfläche verborgen. Im Verlaufe dieser Episode stelle ich die essenzielle Frage in den Raum: Hat sich der Weg, den ich gewählt habe, wirklich gelohnt? Diese Reflexion über das Vergangene wird durch den Blick auf die gegenwärtigen Herausforderungen unserer Lebenswege verstärkt, insbesondere im Kontext von Berufung und Berufstätigkeit, die oft nicht isoliert betrachtet werden können. Ein zentraler Aspekt meiner Arbeit als homöopathischer Arzt war immer die Anamnese – das Einfühlen und Zuhören. Dieses Vorurteil, das ich später auf das Schreiben und diesen Podcast übertrage, führt mich dazu, zu einem tieferen Verständnis von mir selbst und anderen zu gelangen. Wie bei einem Samenkorn, das zur Entfaltung kommt, bedarf es auch in unserem Leben eines nährenden Bodens – der Rahmenbedingungen, die es uns ermöglichen, zu wachsen. Diese Überlegungen fördern die zentrale Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und den Fragen des Lebens. Ich verknüpfe das mit der Symbolik der Austernschale – Calcium Carbonicum – und erläutere, wie sie in der homöopathischen Praxis vor allem in der Entwicklung von Kindern eine Rolle spielt. Dieses Arzneimittel illustriert die Dynamik von Öffnen und Schließen, von Sicherheit und Risiko, und beschreibt damit universelle Muster unseres Lebens, die sich durch unsere persönlichen Erfahrungen und Übergänge ziehen. Wenn wir in neue Lebensphasen treten, empfinden wir häufig sowohl das Bedürfnis nach Schutz als auch den Drang nach Exploration. Diese Spannungen sind prägend für unsere Entwicklung und unsere Entscheidungen im Leben. Ich lade dazu ein, einen Moment innezuhalten und die Frage "Was will ich wirklich?" als Raum und Möglichkeit zu betrachten, anstatt sofort nach einer Antwort zu streben. Solltest du während des Zuhörens eigene Gedanken entwickeln, lade ich dich ein, mir später davon zu berichten. Vielleicht entsteht daraus eine neue Spur – eine zusätzliche Reflexion über dich selbst und die Richtung deines Lebenswegs. Ich bedanke mich für dein Interesse und hoffe, dass du auch bei der nächsten Episode von "Spuren zum Selbst" wieder dabei bist.